Eine Parlamentsarmee mit neuen Herausforderungen: SPD-Abgeordnete Stegner und Raudies besuchen Jürgen-Schumann-Kaserne in Appen

Putins Krieg gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung ist gerade bei der Bundeswehr und den Angehörigen der Streitkräfte derzeit zentrales Thema. Das erfuhren der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Pinneberg, Ralf Stegner und die Landtagsabgeordnete Beate Raudies jetzt bei einem Besuch der Jürgen-Schumann-Kaserne in Appen.

Ralf Stegner
Bild: Photothek

„Als Abgeordnete bestimmen wir nicht nur über den Etat der Streitkräfte, sondern über jeden einzelnen Einsatz. Das ist eine große Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen.“

Stegner, der die Entwicklungen im Ukraine-Krieg auch als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags besonders intensiv beobachtet und die Bundesregierung bei Ihren Hilfsmaßnahmen für die Ukraine unterstützt, war es dabei besonders wichtig, auf die Rolle der Bundeswehr als Parlamentsarmee hinzuweisen. „Als Abgeordnete bestimmen wir nicht nur über den Etat der Streitkräfte, sondern über jeden einzelnen Einsatz. Das ist eine große Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen“, betonte der Parlamentarier im Gespräch mit Oberst und Kommandeur Thomas Berger sowie Oberstabsfeldwebel Michael Schmidt. Auch deswegen sei den beiden Abgeordneten der Besuch der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen und die Information über Situation und Entwicklung des Standortes sehr wichtig.

Mit Interesse nahmen Raudies und Stegner die Schilderungen Oberst Bergers über den Prozess zur mittlerweile erfolgten Umbenennung der Kaserne zur Kenntnis.  Die Benennung „Marseille“ nach einem berühmten Kampf-Flieger aus dem zweiten Weltkrieg entspräche mit der Herausgabe des „Traditionserlasses“ von 2018 und den „Allgemeinen Regelungen in der Luftwaffe“ von 2020 nicht mehr der nun gültigen Erlasslage, berichtete der Standort-Kommandant. Stolz ist man in Appen dabei auf den Beteiligungsprozess, der die Kameradinnen und Kameraden des Standorts eingebunden und mitgenommen habe.  Eine entscheidende Rolle kam dabei einer Arbeitsgruppe unter der Leitung des damaligen Kommandeurs der I. Lehrgruppe, Oberstleutnant Felix Leendertz zu. Das Verfahren mündete im August 2021 in der Billigung des neuen Namens durch die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp- Karrenbauer und die Neubenennung nach dem 1977 von palästinensischen Terroristen ermordeten „Landshut“-Kapitäns Jürgen Schuhmann im Herbst des vergangenen Jahres.

Drittes Thema des Gesprächs waren schließlich die Anforderungen an die Bundeswehr während der Pandemie. So wurde während der Hochphase der Pandemie ein hoher Anteil der Soldatinnen und Soldaten in Impfzentren eingesetzt. Für dieses Engagement bedankte sich Raudies: „Ihre Soldatinnen und Soldaten haben in der Pandemie einen wichtigen Beitrag in den Impfzentren geleistet“. Oberst Berger berichtete, dass gleichzeitig auch die Ausbildung des Nachwuchses bei der Bundeswehr in Zeiten der Pandemie besondere Anforderungen mit sich gebracht habe. Man habe aber auch diese neue Herausforderung gut gemeistert.

 

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