Quickborns Zukunftsthemen: Klimaschutz und Wohnungsbau im Mittelpunkt

„Die neue Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele beim Wohnungsbau gesetzt. Da die Umsetzung aber auf lokaler Ebene erfolgt, werbe ich in meinen Gesprächen im Wahlkreis dafür, neuen Wohnraum zu schaffen.“ Bei einem gemeinsamen digitalen Besuch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel bei Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl bot sich dem neuen SPD-Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner hierzu jetzt Gelegenheit. Rechnet man das Ziel aus dem Koalitionsvertrag auf Quickborn um, müssten in Quickborn in den kommenden Jahren etwa 100 Wohneinheiten zusätzlich geschaffen werden.

Ralf Stegner
Bild: Photothek

„Die neue Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele beim Wohnungsbau gesetzt. Da die Umsetzung aber auf lokaler Ebene erfolgt, werbe ich in meinen Gesprächen im Wahlkreis dafür, neuen Wohnraum zu schaffen.“

 

Laut Köppl ist Quickborn auf einem guten Weg, diese Zielvorgabe zu erfüllen. „In den letzten Jahren haben wir im Schnitt jeweils 150 Wohneinheiten geschaffen. Im Geschosswohnungsbau lag dabei der Anteil geförderter Wohnungen mit Preisbindung bei 20 bis 30 Prozent.“, erläuterte der Bürgermeister die bisherigen Aktivitäten. In Zukunft will die Stadt insbesondere den innerstädtischen Bereich als Siedlungszentrum in den Fokus nehmen, um so auch für Belebung der Innenstadt zu sorgen. Unter dem Motto „Bewegte Stadt“ plant Quickborn Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt und hat sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur Attraktivierung von Innenstädten beworben. Die Förderprogramme von Land und Bund wurden von Köppl ausdrücklich begrüßt, Kritik kam jedoch bezüglich der hohen Anforderungen für den Förderantrag und die sehr kurze Frist zur Einreichung. Köppl: „Das war praktisch eine Nacht und Nebel-Aktion, bei der auch keine Zeit blieb, die Kommunalpolitik zu beteiligen. Ich wünsche mir, dass dies bei zukünftigen Programmen anders wird!“. Stegner und Vogel versprachen, diese Bitte mitzunehmen. Stegner: „Die Mittel sind sehr stark nachgefragt und eine zielgerichtete Förderung ist wichtig. Aber im Koalitionsvertrag haben sich die Parteien auf Bürokratieabbau geeinigt. Hier sehe ich einen Ansatz, durch mehr Vertrauen und stichprobenartige Nachkontrollen Antragsverfahren zu vereinfachen!“ Kai Vogel versprach, sich auch beim Land für vereinfachte Verfahren einzusetzen. „Es darf nicht sein, dass in Schleswig-Holstein Bundesfördermittel nicht abgerufen werden können, weil es die Landesministerien nicht schaffen, zeitnah die Richtlinien für die Antragstellung und Verteilung zu erlassen, wie es unter anderem bei den Mitteln für den Radwegeausbau passiert ist!“, so Vogel.

Beeindruckt zeigte Stegner sich vom Himmelmoor: „Das ehrenamtliche Engagement für das Himmelmoor und das Henri-Goldstein-Haus sind phänomenal!“ Beide Abgeordneten versprachen, sich für die anstehenden Projekte einzusetzen.

In Zeiten der Energiewende durfte das Thema E-Mobilität nicht fehlen. Die Stadtwerke sehen ihr Netz gut gerüstet für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Intensiver in den Blick nehmen müsse man aber die Auswirkungen der Energienovelle, die zu einem weiteren Anstieg des Einsatzes von Wärmepumpen führen wird. Da diese im Gegensatz zu der meist kurzzeitigen Teilladung von Autos konstant über einen längeren Zeitraum laufen, sei dies eine Herausforderung für die Netzstabilität. Die Stadtwerke befassen sich hiermit jedoch seit längerem, um für die zukünftigen Anforderungen gerüstet zu sein. Stegner: „Die kommunalen Stadtwerke als verlässlicher Energieversorger müssen gestärkt werden, da ihnen beim Umbau der Gesellschaft zu einer besseren Klimaverträglichkeit eine zentrale Rolle zukommt!“. Quickborns SPD-Fraktionsvorsitzende Astrid Hümke betonte: „Die Stadtwerke in Quickborn bekommen von allen Fraktionen Rückenwind für ihre Strategie.“

 

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