Herzlich willkommen auf den Seiten von Ralf Stegner - Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein


Technologie und Innovation – Chancen für die Menschen nutzen

Innovation ist die Erfolgsformel für Arbeit, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt. Der notwendige Strukturwandel muss dabei sozial verträglich gesteuert werden. Für die Zukunft wird es darauf ankommen, nicht nur die Vernetzung in der Region zwischen Wissenschaft, Technologieeinrichtungen und Wirtschaft zu verstärken, sondern auch die Vernetzung zwischen den Regionen selbst.

Chancen durch neue Technologien

Wir werden Innovationsnetzwerke mit Hochschulen, Technologietransfereinrichtungen und weiter fördern und Kooperationsprojekte zwischen Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen unterstützen.

Die sehr praxisorientierten Angebote der Fachhochschulen haben dabei für den Technologietransfer beispielhafte Bedeutung. Wir wollen sie unterstützen, noch mehr Drittmittel für ihre betriebsnahe Forschung zu gewinnen.

Forschungsförderung für innovative Technologie braucht beides: Grundlagenforschung und Anwendungsnähe. Schleswig-Holstein muss sich deshalb am Forschungspakt II des Bundes beteiligen, damit die Forschungseinrichtungen im Land mit fest kalkulierbaren Zuwächsen rechnen können.

Chancen für innovationsorientierten Mittelstand und Existenzgründungen

Die sozialdemokratische Modernisierungspolitik, vor über 20 Jahren von der Regierung Engholm eingeleitet und bis 2005 von SPD-Wirtschaftsministern weitergeführt, hat langfristige Impulse für technologische Innovationen gesetzt. Daraus sind Zukunftscluster entstanden wie Erneuerbare Energien, Gesundheitswirtchaft und Life Sciences, Mikro- und Nanotechnologie, Ernährung, Logistik sowie Maritime Wirtschaft.

Wir setzen auf Unternehmen, die durch neue Techniken ökonomisch erfolgreich sind und ökologisch nachhaltig wirtschaften. Deshalb werden wir innovative und technologieorientierte Existenzgründungen, Wachstumsfinanzierungen von Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Hochschulausgründungen weiter forcieren und fördern.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem „Scouting“ an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu.

Durch bedarfsgerechte Angebote zur Unternehmensfinanzierung sollen Möglichkeiten geschaffen werden, den Technologietransfer zu intensivieren.

Wachstumskerne eröffnen neue Chancen

Zukunftscluster innovativer Betriebe und wissenschaftlicher Einrichtungen bilden die Kerne des künftigen Wachstums. Denn die Bedeutung wissensintensiver, technologieorientierter Betriebe und Branchen geht weit über ihren nominellen Anteil am Bruttoinlands-produkt und an der Beschäftigung hinaus. Sie tragen zum Ausgleich bei für die einfacheren Arbeitsplätze, die im Zuge der Globalisierung abgewandert sind und weiter abwan-dern werden.

Nach dem Motto „Stärken stärken“ unterstützen wir deshalb in einem „Clusterprogramm Schleswig-Holstein“ vor allem Gesundheitswirtschaft, Maritime Wirtschaft und Erneuerbare Energien als Zukunftsbranchen von hervorragender Bedeutung.

Allein in der Medizintechnik sind in Schleswig-Holstein etwa 9.000 Menschen beschäftigt und hat unser Land hochinnovative Unternehmen von weltweiter Bedeutung. Wir werben für ein Kooperationsprojekt „Pro Med Tech 2020“, zusammen mit den Medizinischen Universitäten, den Exzellenzclustern und dem Forschungszentrum Borstel.

Die Maritime Wirtschaft nimmt in unserem Land zwischen den Meeren mit einem Wirtschaftserfolg von mehr als 12 Prozent des Bruttosozialprodukts und weit über 40.000 Arbeitsplätzen in 1.400 Unternehmen eine Schlüsselposition ein. Dazu gehören als wichtigste Teilbereiche die Werften, die Schiffbauzulieferindustrie, der Maritime Tourismus und die Ausrüster, die Häfen und die Logistikdienstleister, der Wasserbau und die Unterhaltung der Schifffahrtswege. Für den weiteren Wandel vom reinen Schiffbau hin zur Maritimen Wirtschaft brauchen wir ein regionales maritimes Bündnis und eine regelmäßige „Schleswig-Holstein-Konferenz“ für maritime Entwicklung.

Die Bedeutung erneuerbarer Energien wird angesichts des Klimawandels weiter zunehmen. Schleswig-Holstein ist bereits heute ein weltweit führender Windkraft-Standort mit rund 2.700 Anlagen und rund 7.000 Beschäftigten in den Unternehmen dieser Branche sowie mit der „Husum-Wind“ ein international bedeutender Messestandort. Wir werben um ein Exzellenz- und High-Tech-Cluster Windenergie, das auf Bundesebene dringend aufzubauen ist. Schleswig-Holstein braucht einen Masterplan „Windenergie 2020“, auch für die angewandte Forschung und die Fachkräfteausbildung.


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