Herzlich willkommen auf den Seiten von Ralf Stegner - Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein
Gute Arbeit
Gute Arbeit ist kein Privileg, sondern das Recht aller Menschen! Und das gilt gerade auch in der Krise. Arbeit mit einem gerechten Lohn, mit guten Arbeitsbedingungen, mit fairen Aufstiegschancen und Mitbestimmung – so definiere ich „gute Arbeit“. Deshalb brauchen wir einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Deshalb müssen wir Lohndumping und den Missbrauch von Leiharbeit verhindern. Deshalb müssen wir weiter für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt kämpfen: Für gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
„Ich sehe die wirklichen Leistungsträger in der Mitte unserer Gesellschaft: es sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; es sind gerade auch Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die für sich und ihre Familien hart arbeiten und die trotzdem kaum etwas übrig haben. Diese Menschen müssen wir entlasten!”
Eine Frage der Gerechtigkeit
In den letzten Monaten hat mal wieder ein neuer Begriff Einzug in unseren sprachlichen Alltag gehalten: Die „Systemrelevanz“. Doch was ist wirklich systemrelevant? Ganz sicher nicht nur die Banken, sondern vor allem alle die, die täglich ihrer harten Arbeit nachgehen. Doch ausgerechnet die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Familien drohen zu Leidtragenden einer Krise zu werden, die sie nicht verursacht haben.
Ich finde diese Ungerechtigkeit schwer zu ertragen. Und ich finde die moralischen Abgründe dieser Krise unerträglich: Wenn der aus guten Gründen entlassene Chef der Hypo Real Estate Bank auf Gehaltsfortzahlung von 3,5 Millionen Euro und Pensionsansprüche von 560.000 Euro im Jahr klagt. Wenn ein bekannter Manager, der Steuern in Millionenhöhe hinterzogen hat, erreicht, dass ihm seine gesamte Pension in Höhe von 20 Millionen Euro an den Gardasee überwiesen wird. Und wenn zur gleichen Zeit das Berliner Landgericht die fristlose Kündigung einer Supermarkt-Kassiererin bestätigt: wegen der falschen Abrechnung von zwei Pfandbons im Wert von 42 und 82 Cent und weil eine Kassiererin „unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit“ zeigen müsse und sich „auch bei kleineren Beträgen absolut ehrlich“ zu verhalten habe.
Es gibt eine Vielzahl von Managern, die für den von ihnen angerichteten Schaden nicht aufkommen, sondern stattdessen auf Boni pochen und klagen. Es gibt noch zahlreiche unentdeckte Steuersünder – nicht umsonst fordert der Bundesrechungshof, die Steuererklärungen der Einkommensmillionäre sorgfältiger zu prüfen. Auch die Ungerechtigkeit, die der Kassiererin angetan wurde, ist kein Einzelfall. Es sind viele tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aktuell in ihrer Existenz bedroht sind, weil Unternehmen den Kündigungsschutz unterlaufen und sie wegen angeblichen Vertrauensverlusts fristlos feuern.
Wider den „Raubtierkapitalismus“
Helmut Schmidt nennt das alles „Raubtierkapitalismus“. Und er fordert öffentliche Moral gegenüber rücksichtslosem Egoismus. Wenn wir zulassen, dass das Gerechtigkeitsprinzip unserer Gesellschaft immer wieder verletzt wird, fürchte ich um das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft und die Demokratie. Wertschöpfung und Werte gehören zueinander – unternehmerische Entscheidungen dürfen nicht losgelöst von der Gesamtverantwortung gegenüber der Gesellschaft getroffen werden.
Ich bin davon überzeugt, dass Krisen wirksam nur gemeinsam von Unternehmern und Arbeitnehmern bewältig werden können: Mit langfristigen Unternehmensstrategien statt mit überzogenen Erwartungen an Spitzenrenditen.
Links
- Mit guter Arbeit Perspektiven schaffen: Fairness auf dem Arbeitsmarkt
Downloads
Regierungsprogramm 2009 - 2014: "Das neue Jahrzehnt - Zukunft für Schleswig-Holstein"
Flyer - Arbeit
Mitmachen
Unterwegs
Vor Ort unterwegs!
Wir präsentieren unser zukunftstarkes Programm für Schleswig-Holstein:
Mediathek


